Geschichte der Kirche
Das Bauwerk als eines der ältesten Gebäude im Dorf begleitete die Vergangenheit ganzer Generationen von Einwohnern. Hier fanden Taufen und Hochzeiten statt, Konfirmationen und Beisetzungen, kirchliche Feiertage und besondere Ehrungen. Schon die Ausstattung ist eine Besonderheit, denn einige wertvolle Ausstattungsstücke stammen aus einer Zeit, die lange vor dem Erbauungsdatum der heutigen Kirche liegt und immer noch viele Fragen aufwerfen. Die Erforschung und Dokumentation der Baugeschichte gehört zu den Schwerpunkten der Vereinsarbeit.

Doch das Gebäude mit seiner langjährigen Vergangenheit schafft Verbindungen zur Dorf- und Sozialgeschichte von Günterberg und seiner unmittelbaren Umgebung. So gelang es, Verbindungen zu den Nachfahren der früheren Kirchenpatrone herzustellen, der Grafen von Sparr, die im Rahmen ihrer eigenen Familiengeschichte die Spuren ihrer Vorfahren in schriftlicher Form festhielten. Auch die Restaurierung der Einzeigeruhr, die fast vollständig erhalten ist, aber schon vor Jahrzehnten aufhörte zu schlagen, ist Bestandteil der Spendentätigkeit des Denkmalvereins.
Dem Denkmalverein liegt es am Herzen, die lokalen Belange geschichtlicher Entwicklung anhand ausgewählter Bauwerke in einen überregionalen Zusammenhang zu stellen und das Verständnis für den Erhalt von gefährdeten Denkmalen zu fördern. So halten Historiker, Museologen, Heimatforscher und Geschichtsinteressierte Vorträge zu verschiedenen Themenbereichen, angefangen vom Greiffenberger Porzellan bis hin zur Geschichte der Burg und zur Restaurierung von Großuhren.
Der Denkmalverein begreift das Denkmal Kirche nicht nur als Bauwerk oder als traditionellen Ort der Glaubensgemeinschaft, sondern sieht vor allem den Symbolwert des Hauses im Rahmen einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Diskussionspunkten, mit kultureller Bildung, historisch gewachsener Identitätsvermittlung und der Bewahrung einer Dorfgemeinschaft.


